Für sich selbst sorgen
Wirklich würdigen bedeutet: innehalten, bevor du bewertest.
Es heisst, dich selbst, deine Gefühle, deine Schritte und auch deine Grenzen
in ihrem ganzen Sein zu sehen – nicht kleiner, nicht grösser, sondern wahr.
Es ist ein liebevolles Gegenmittel zu Saboteuren wie dem Antreiber, dem Perfektionisten oder dem Pleaser, die dir zuflüstern, dass es „noch nicht reicht“, „anders sein müsste“, „besser gehen sollte“.
Würdigung entsteht, wenn du aus der Weisheitskraft der Empathie handelst
– erst für dich, dann für andere.
Würdigung ist kein Lob.
Würdigung ist ein Licht.
Sie sagt nicht: Gut gemacht.
Sie sagt: Ich sehe dich. Ich ehre deine Wahrheit.
Wenn du heute wirklich würdigst …
… atmest du einmal tief durch und erkennst an, was schon da ist.
… erlaubst du dir, dass auch das Unfertige Teil des Weges sein darf.
… spürst du die kleine Bewegung in dir, die sagt:
Ich bin genug – genau hier, genau jetzt.… schaust du Menschen mit weichem Blick an
und erkennst ihr Ringen, ihr Bemühen, ihr Herz hinter den Worten.
Würdigung verwandelt. Sie macht hartes Innenleben weich, und hektische Gedanken still.
Sie erinnert dich: Du darfst aus dem Kampf-Modus in den Empfangen-Modus wechseln.
Würdige und wechsle in die Weite
In dem Moment, in dem du würdigst, aktivierst du mehrere Weisheitskräfte gleichzeitig:
Empathie: Du begegnest dir selbst mit Mitgefühl statt mit Druck.
Akzeptanz: Du anerkennst, was ist – ohne Widerstand.
Neugier: Du schaust hin, ohne sofort verändern zu müssen.
Würdigung ist ein Innehalten, das dein Nervensystem reguliert und den Weisheitsmuskel stärkt.
Schon wenige Sekunden bewusster Würdigung wie ein Atemzug, ein inneres „Ich sehe dich“ reichen aus, um aus der inneren Enge in die innere Weite zu wechseln.
Wirklich würdigen heisst:
- Ich wähle Präsenz statt Bewertung.
- Ich lasse die Saboteure leiser werden und gebe dem Weisen Raum.
- Ich stärke meine Fähigkeit, dem Leben mit Klarheit und Herz zu begegnen.
Mini-PQ-Moment der Würdigung
Lege eine Hand auf dein Herz,
die andere auf deinen Bauch.
Atme dreimal langsam.
Beim Ausatmen sag innerlich:
„Ich würdige, was ist.“
Spüre für einen Moment,
wie sich dein Nervensystem beruhigt,
wie dein Inneres weiter wird.
Schreibimpuls würdige deine Wurzeln
Setz dich einen Moment still hin.
Stell dir vor, du bist ein Baum.
Dein Stamm ist dein Heute.
Doch unter der Erde liegen deine Wurzeln – unsichtbar und doch lebenswichtig.
Beginne zu schreiben mit dem Satz:
„Ich würdige die Wurzeln, die mich tragen.“
Dann lass die Worte fliessen:
Welche Menschen, Orte oder Erfahrungen haben dich geprägt?
Welche Werte, Fähigkeiten oder inneren Stärken sind daraus gewachsen?
- Welche Wurzel möchtest du heute bewusst würdigen?
Du darfst auch würdigen, was schmerzhaft war. Würdigung heisst nicht, alles gut zu finden, sondern anzuerkennen, dass dein Heute ohne diese Wurzeln nicht möglich wäre.
Beende deinen Text mit dem Satz:
„Aus diesen Wurzeln wachse ich weiter – auf meine Weise.“
Lege danach für einen Moment die Hand auf dein Herz.
Spüre den Boden unter dir. Du bist getragen.
Ich würdige heute ganz bewusst mein Sprachtalent, welches meine Eltern mir mitgegeben haben. Herz, Humor und eine direkte Art – oder „Gradiosität“, wie meine Mutter das nannte, gepaart mit Achtsamkeit, Stille und Tiefe, die ich von meinem Vater gelernt habe.
Und gerade an Weihnachten ehre ich dieses Geschenk meiner Ahnen ganz besonders.
W steht auch für Wünsche. Kennst du das Ritual der 13 Wünsche. Falls nicht, schreib gerne Wünsche in den Kommentar, dann sende ich es dir zu.
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2 Kommentare
Wünsche
🌟🕊️💜👏🏻
Danke dir
Liebe Marianne, ein schönes Rauhnachtsritual. Ich habe die Beschreibung per Whatsapp verschickt. Liebe Grüsse Isabelle